Gammaspektrometrie

Gammaspektrometrielabor grafisch verfremdet


Geochemische Untersuchungen von Impaktkratern, mittels unserer Gammaspektrometrieeinrichtung, sind ein hauptsächliches Forschungsthema am Department für Lithosphärenforschung.

Instrumentelle Neutronenaktivierungsanalyse

Unser INAA Labor nutzt vier koaxiale Canberra Hochrein-Germanium (HpGe)-Detektoren, mit relativer Effizienz zwischen 12 -54 % und einer Energieauflösung von 1,76 -1,87 keV bei 1332 keV. Nach dem Erfassen und Verstärken der Spannungsimpulse im Vorverstärker werden die Detektor-Signale im Digitalen Signalprozessor (Canberra DSP Model 2060) verarbeitet und via eines Erfassungsverbindungsmoduls (Canberra Model 556) an einen Computer-PC weitergeleitet. Datenerfassung, -abspeicherung und -auswertung werden mittels der Canberra Genie 2000TM Spectroscopy Software gesteuert.

 

 

Schema der INAA-Einrichtung

Iridiumkoinzidenzspektrometrie

Die Suche nach extraterrestrischen Komponenten in, z.B. Impaktschmelzen, Impaktbrekzien oder in sedimentären Schichten an stratigraphischen Grenzen, wird hauptsächlich durch geochemische Analysen siderophilen Elementgehalte Ni, Co, Cr und den Platingruppenelementen (PGE) durchgeführt. Iridium ist das meistuntersuchte PGE bei der geochemischen Suche und Bestätigung von extraterrestrischen Ereignissen. Seine geringe Elementkonzentration verlangt aber eine analytische Methode mit sehr geringer Nachweisgrenze (im sub µg/kg-Bereich). Die Iridiumkoinzidenzspektrometrie (ICS) ermöglicht die Reduktion des Hintergrunds und das Entfernen spektraler Interferenzen.
Wir besitzen ein Multiparameter γ-γ-Koinzidenzspektrometer für die nichtdestruktive Untersuchung kleiner Mengen geologischer proben mit Iridiumgehalten im ng/kg-Bereich. Unser System besteht aus zwei niedrigenergetischen planaren HpGe-Detektoren welche zwei Gammastrahlen des kaskadierenden Zerfalls von 192Ir zugleich erfassen kann.

 

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